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PERRY RHODAN

Die Zukunft beginnt von vorn – mit einer neuen Menschheit.

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Am 2. und 3. September habe ich auf der Phantastika in Oberhausen Die Phileasson-Saga und Feuer der Leere vorgestellt. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten drei Panels zu PERRY RHODAN und eine Signierstunde mit meiner Beteiligung.


Perry Rhodan ist ›mitschuldig‹ an meiner Begeisterung für die Science-Fiction, und irgendwie auch an meinem Weg ins Fandom. Wer wissen möchte, welches sicher nicht weltverändernde, aber meine Sicht auf einige Dinge erweiternde Ereignis sich in den späten Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts zutrug, kann hier etwas über meinen ersten Con lesen.

Lad noch mal durch ...

Ich gestehe: Nach etwa vierhundert Heftromanen, ich werde wohl knapp zwanzig Jahre alt gewesen sein, stellte ich die Lektüre von PERRY RHODAN ein. Der Grund: Die Serie war mir zu pazifistisch. Ich wollte Raumschiffe explodieren sehen und mein Herz an thermonuklearem Feuer wärmen, in dem Planeten verglühten. Diese romantischen Bedürfnisse eines Teenagers blieben beim freundlichen Perry von nebenan einfach unbefriedigt.

Keygun

Auch bei meinem Einstieg in PERRY RHODAN NEO fiel mir sofort auf, wie positiv die vermittelte Zukunftsvision ist. Konflikte werden nur selten durch die Vernichtung des Gegners gelöst, viel häufiger kommt es zu einer Verständigung. In vielen Heften gibt es keinen einzigen Toten.

Bei meinen eigenständigen Romanen dagegen fange ich unter zwölf Toten gar nicht erst an.

Es ist wohl meiner Altersmilde geschuldet, dass ich wieder mit den vergleichsweise sanften Geschichten rund um Perry Rhodan und seine mehr als fünf Freunde sympathisierte und mich sogar für sie begeisterte. Es macht Spaß, über einen Helden zu schreiben, der an das Gute glaubt und positive Visionen lebt.

Und dann kam ›Stardust‹.

Ein Schauplatz, der in der Hauptserie zunächst nicht weiter thematisiert werden soll. Figuren, die lediglich die kompakte Handlung einer Miniserie tragen, nicht eine endlos laufende Serie. Ein Gegner, der von seiner Konzeption her dermaßen fremd ist, dass eine Lösung über Verständigung und Kompromiss von vornherein abwegig erscheint. Schließlich Exposés, die mir Krieger, Soldaten und Barbaren an die Hand geben.

Da zwinkert der Autor ein paarmal, liest noch einmal nach – und lädt die Tastatur durch.

Am Ende des Manuskripts, diverse Angriffsmanöver, desintegrierte Schiffe, geborstene Schutzschirme, krachende Detonationen, Killed-, Wounded- und Missing-in-Actions später fühlt man sich zwar rechtschaffen erschöpft und zufrieden, fragt sich aber auch: »Ist das okay für PERRY RHODAN? Erwarten Redaktion und Leser nicht doch etwas mehr Nettigkeit zwischen den Sternen?«

Aber man sollte sich vor vorauseilendem Gehorsam hüten. Ich schickte die Manuskripte ein, und die Reaktion fiel anders aus, als ich vermutet hatte: »Schöne Militäraction – lass es ruhig noch ein bisschen mehr krachen!«

So etwas hört man gern. Ich habe noch ein paar Magazine mit Explosivgeschossen bereitliegen, die ich in meine Tastatur rammen kann ...


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