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Epistula Corvi VIII


Liebe Leserinnen und Leser,


oft habe ich im vergangenen Jahr von meiner Arbeit an der Phileasson-Romanadaption berichtet. Dieses Projekt tritt nun in eine neue Phase. Die Veröffentlichung des ersten Bandes ist gerade noch zwei Monate entfernt – und sie wirft ihre Schatten voraus. Beim ersten Event können Sie live dabei sein, ohne den Platz vor Ihrem Computer zu verlassen.

Phileasson-Projekt

Affendämon Tsu

Phileasson hat bereits viele Freunde, und zwar aus dem Rollen- und Computerspielbereich. Einige sehr eifrige davon haben sich zum Phileasson-Projekt zusammengeschlossen und betreiben die gleichnamige Webpräsenz. Am Montag, dem 29. Februar 2016, werden Bernhard Hennen und ich sie treffen – und zwar in einem Google Hangout, der ab 2000 Uhr live im Internet auf dem Kanal von Affendämon Tsu übertragen wird. Wer Fragen zur Romanadaption der Phileasson-Saga hat, ist herzliche eingeladen, diese an die Mailadresse phileasson-talk@phileasson-projekt.de zu schicken. Im Forum des Phileasson-Projekts gibt es auch einen Diskussionsfaden zur Vorbereitung des Events. Informationen dazu, wie man das Event anschauen kann, wird man mit einigen Tagen Vorlauf an verschiedenen Stellen finden – unter anderem auf der Startseite dieser Internetpräsenz.

Was war

Ich habe einige Videos gedreht, die allgemeine Themen der fantastischen Literatur aufgreifen. In einem geht es um den Vampir als Archetyp, in einem anderen um den Hyperraum als Medium der überlichtschnellen Reise.

   

Gefreut hat mich die fundierte Rezension von Rainer Stache zu meinem PERRY-RHODAN-Gastbeitrag (Nr. 2824/2825). Mit einem Video trete ich in Dialog und gehe auf die Spekulationen des Rezensenten ein.

Rotes Gold

Primär habe ich in den vergangenen Monaten Texte überarbeitet. Der erste Band der Schwertfeuer-Saga liegt nun im Lektorat, ich erwarte ihn bald, mit Anmerkungen versehen, zurück. Der zweite befindet sich im Vorlektorat.

Nordwärts

Bei Phileasson sind wir bereits weiter. Nordwärts, der erste Band, ist nun fertig bearbeitet, inklusive Lektorat und Durchsicht der Umbruchfahne. Auch bei der Karte, die im Buch abgedruckt wird, haben wir rege diskutiert und, wie ich finde, eine gute Darstellung gefunden, auf der die Reiseroute der furchtlosen Kapitäne mit jedem Band fortgeschrieben werden soll.

Die Phileasson-Webseite ist beinahe fertig. Es wird sogar ein kurzes Begrüßungsvideo mit Bernhard Hennen und mir geben, das bei den Insidern, die es bereits kennen, Erheiterung auslöst.

Neu geschrieben habe ich nur wenig. Nach langer Zeit ist mal wieder eine Kurzgeschichte dabei. Ich hoffe, sie wird ihre Heimat im Begleitbuch zu einer Science-Fiction-Convention finden. Zudem habe ich einen Artikel verfasst, der das Thema meines beliebtesten Videos aufgreift: die Verdienstaussichten eines Schriftstellers. Er wird in der Fachzeitschrift Federwelt erscheinen, und zwar, wie es aussieht, Anfang 2017.

Was ist

Himmelsturm

Überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten. Phileasson I segelt in den Sonnenuntergang, aber für Phileasson II sitze ich am Riemen. Ich habe meinen Anteil vor etwa neun Monaten geschrieben, nun beginnt die Phase, in der Bernhard Hennen seine Szenen ergänzt – und meine durchschaut und mir Tipps zur Verbesserung gibt. Diese greife ich natürlich gern auf. Zum Beispiel bietet ein Gefährt, das sich durch die Luft bewegt, nur eingeschränkte Möglichkeiten der Steuerung ...

Auch bei der Schwertfeuer-Saga, meiner Fantasy-Söldnergeschichte, dürften Überarbeitungen bald ins Haus stehen. Rotes Gold könnte kommende Woche aus dem Lektorat kommen, das wird der Auftakt für das fröhliche Wechselspiel zwischen meiner Lektorin und mir sein. Krönender Abschluss ist immer ein Telefonat, in dem wir gemeinsam die harten Brocken bezwingen.

Unter all dem leidet mein Science-Fiction-Roman. Kümmerliche dreißig Seiten umfasst das Manuskript bis jetzt. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht an diesem Projekt arbeiten würde. Vieles ist jedoch Vorbereitung, das Durchdenken der Konsequenzen von Grundsatzentscheidungen. Was etwa folgt daraus, wenn eine raumfahrende Zivilisation zwar Schiffe besitzt, die Zehntausende Besatzungsmitglieder befördern – aber keine technische Möglichkeit hat, künstliche Schwerkraft zu erzeugen? Schon diese eine Annahme schafft ein völlig anderes Bordleben, als wir es von den meisten SF-Universen kennen.

Zorn

Was meine Bernard-Craw-Titel angeht, so gehen diese langsam, aber sicher zur Neige. Den Anfang macht Zorn, der zweite Teil meiner Andurienkriege-Reihe. Während vom ersten und vom dritten Band noch ein gutes Polster im Verlagslager auf die Auslieferung wartet, ist Zorn dort ausverkauft. Auch bei mir ist in dieser Hinsicht nichts mehr zu holen. Über die Bestellfunktion für signierte Bücher wurde das letzte Exemplar abgerufen. Als kleinen »Abschiedsgruß« habe ich ein Video zu den Andurienkriegen gedreht.

Möglicherweise kann man Zorn aber noch in der ein oder anderen Buchhandlung ergattern. Was die anderen Craw-Romane angeht: Todesstille und Karma droht bereits dasselbe Schicksal ...

Karma     Todesstille

Was wird

Wir gehen mit Phileasson on tour, sowohl physisch als auch virtuell.

Den Google-Hangout habe ich zu Beginn dieser Epistula Corvi erwähnt – ich würde mich freuen, wenn sich viele mit Fragen beteiligen könnten, damit es eine abwechslungsreiche Veranstaltung wird.

Man wird uns auf Lesungen treffen können – in Buchhandlungen wie dem Drachenwinkel in Dillingen/Saar oder auf Conventions wie der FeenCon in Bonn/Bad Godesberg, wo wir sogar einen kleinen Stand auf der Künstlermeile haben werden.

Und auch eine Kombination planen wir: ein ganz besonderes Live-Event, bei dem man uns vor Ort trifft, und dessen Aufzeichnung man später auf YouTube anschauen kann. Wir hoffen sehr, dass das klappt.

Auf die Schwertfeuer-Saga freue ich mich ebenfalls sehr. Der Auftakt, Rotes Gold, wird im Juni in den Buchhandlungen stehen. Damit das auch klappt, heißt es jetzt wieder: überarbeiten ...


Ich bedanken mich für Ihr Interesse und hoffe, Sie bleiben mir auch in diesem Jahr gewogen. Falls ja, werden wir in 2016 noch ein paar Mal voneinander hören – ob in der persönlichen Begegnung, in einer Leserunde, in Internet-Videos, in Newslettern oder in den Zeilen der Romane, die in diesem Jahr erscheinen werden.

Bei deren Lektüre wünsche ich Ihnen bereits jetzt viel Vergnügen.



Robert CorvusBernard Craw




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