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Epistula Corvi XV


Liebe Leserinnen und Leser,


›Ad Astra‹, ›zu den Sternen‹, lautet der Gruß unter PERRY-RHODAN-Fans. Obwohl ich gerade an einem weiteren Beitrag zu dieser Serie arbeite, denke ich bei diesem Motto derzeit vor allem an Feuer der Leere, meinen Science-Fiction-Roman, der in diesen Tagen den Weg in die Buchhandlungen findet.

Feuer der Leere

In der Vergangenheit erwies es sich als schwierig, eigenständige Science-Fiction zu verkaufen. Im Moment erlebt das Genre, das sich um Zukunft und Raumfahrt, um Außerirdische und den Weltraum dreht, einen kleinen Boom – und ich bin froh, dass ich dadurch Gelegenheit erhalte, einige der Ideen umzusetzen, die sich bei mir angesammelt haben.

Feuer der Leere erzählt die Geschichte der letzten Menschen, etwa eine Million, die in einem Schwarm riesiger Raumschiffe durch die Galaxis ziehen. Bei der Überlegung, wie ich diese exotische Umgebung am besten spürbar machen könnte, kam ich immer wieder auf ein Element: die Schwerelosigkeit. Wer ist nicht fasziniert von den Aufnahmen von der Mir oder aus der ISS, in denen die Astronauten in Zeitlupe Purzelbäume schlagen oder Wassertropfen kugelförmig durch die Luft schweben? Oder wenn der Astronaut Chris Hadfield dort oben »Space Oddity« singt?

Meine Protagonisten verbringen den Großteil ihrer Zeit in der Schwerelosigkeit. Denn eine Landung auf Planeten ist eine gefährliche Sache: Planeten können ihre Bahn nicht ändern. Damit sind sie leichte Ziele für Geschosse, die apokalyptische Wirkung entfalten. Konsequenterweise gibt es in Feuer der Leere keine planetengebundenen Hochzivilisationen. Die Menschen sind Weltraumnomaden. Auf ihrer Reise entdecken sie immer wieder faszinierende Welten, teils von eher rückständigen Wesen bewohnt – wie Cochada, wo Konzerne das Sagen haben. Dieser Planet ist zugleich ein Füllhorn an dringend benötigten Vorräten …

Auch in eine andere Richtung führt die Reise: In ein neues Verständnis des Menschseins, denn es gibt ein lebendes Raumschiff, in dem …

Aber lesen Sie selbst. Feuer der Leere sollte inzwischen in jeder Buchhandlung erhältlich sein.

Was war

Sehr schön war die Fantasywoche auf Facebook. Es gab Lesungen (etwa aus Die Wölfin), Gewinnspiele, Interviews und vielerlei mehr mit einem guten Dutzend Autorinnen und Autoren. Eine ganze Menge kann man auch im Nachhinein anschauen oder durchlesen. Der Blog »Magische Momente in der kleinen Bücherwelt« bietet eine Aufstellung dazu. Und auch unseren Gewinn, eine Wunschlesung, haben wir eingelöst:

Phileasson III

Was Veröffentlichungen angeht, startete ich 2017 mit einem doppelten Aufschlag. Weißes Gold wurde nämlich von der e-Book-Novelle Söldnergold begleitet. Dazu gab es natürlich auch ein paar Veranstaltungen, wie eine Leserunde oder die Premierenlesung im Hiveworld.

Auch zu Die Wölfin waren wir unterwegs. Bernhard Hennen und ich besuchten die Phantopia in Ilmenau, wohingegen ich im Hiveworld allein die Stellung hielt, weil mein Kollege krankheitsbedingt absagen musste. Dafür wurde ich mit Bananensaft bewirtet – eine Nachwirkung der Fantasywoche. Auf Facebook gibt es nun nämlich eine Gruppe, die Bananensaft-Flashmobs für die Phileasson-Lesungen organisiert – eine sympathische Idee, wie ich finde.

Endlich bin ich auch dazu gekommen, eine Reihe Videos zu Schriftstellerthemen online zu stellen. Darin geht es um das Erzählschema der »Heldenreise«, Aspekte von Literaturkritik, Überlegungen dazu, was Schriftsteller lesen sollten, und meine Frühwerke. Wie immer findet man die Videos thematisch sortiert auf meiner Homepage.

Ein weiteres interessantes Video stammt von Dominik Schmeller, der fachkundig Rotes Gold bespricht:

Federwelt 122

Apropos ›fachkundig‹: In der Fachzeitschrift ›Federwelt‹ ist erstmals ein Artikel von mir erschienen, und zwar in der Ausgabe 122. Er beschäftigt sich mit den Verdienstmöglichkeiten von Schriftstellern und die Frage, ob und unter welchen Umständen man von dieser Tätigkeit leben kann.

Vor allem aber waren die vergangenen Wochen von der Arbeit an meinen Manuskripten geprägt ... Dazu später mehr.

Was ist

Feuer der Leere ist erschienen. In dieser Epistula Corvi habe ich ja schon in der Einleitung davon geschwärmt. Wer noch mehr wissen möchte, kann sich mein Video zum Buch anschauen:

Ich stecke in den Vorbereitungen zur Leipziger Buchmesse, die ich vom 23. bis 25. März besuchen werde. Natürlich treffe ich mich mit Buchmenschen aus Verlagen und der Autorenszene, aber es gibt auch ein paar öffentliche Termine:

DPP_2017

Wie jedes Jahr, gibt es auch 2017 den Deutschen Phantastik Preis. Die Jury hat Rotes Gold und Die Phileasson-Saga auf die Vorauswahllisten gesetzt, was mich sehr freut. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn ich es auf eine Shortlist schaffen könnte. Dafür benötige ich Ihre Stimmen, die Sie hier abgeben können.

Schriftsonar

Der Podcast ›Schriftsonar‹ ist eine gute Anlaufstelle für SF-Literatur. Die freundliche Besprechung meines Romans Grauwacht freut mich besonders.

Perry Rhodan

Was die alltägliche Arbeit angeht, steht diese bei mir derzeit im Zeichen von PERRY RHODAN. Eigentlich war ich diesmal für einen Einzelbeitrag vorgesehen, aber durch ungewöhnliche Umstände wird es nun doch wieder ein Doppel-Heftroman. Der zweite Teil davon hat mir besonderen Spaß gemacht, spielt er doch in der Nähe eines Pulsars. Diese Himmelskörper faszinieren mich. Unsere Sonne durchmisst etwa 1,4 Millionen Kilometer, ist aber zu klein, um zu einem solchen Neutronenstern zu werden. Diese Sterne brauchen noch mehr Masse als Ausgangsmaterial. Im Zuge einer sekundenschnellen Verwandlung komprimieren sie diese dann so dicht, dass der entstehende Himmelskörper nur noch 20 Kilometer durchmisst – und mehrfach in der Sekunde um seine eigene Achse rotiert.

Ob mein Pulsar für Perry zum Glücksstern wird, kann man in ein paar Monaten nachlesen.

Was wird

In Sachen Feuer der Leere ist es natürlich nicht mit der Vorstellung auf der Buchmesse getan. Am 4. April wird eine Lesung im Kölner Hiveworld stattfinden, und am 14. April startet eine Leserunde.

Auch Grauwacht wird noch einmal diskutiert, aber nicht im Internet, sondern in Stuttgart auf dem dortigen Science-Fiction-Stammtisch. Wir treffen uns am 7. April um 1830.

Details zu diesen und anderen Terminen finden sich auf meiner Webseite.


Was die Kerntätigkeiten der Schriftstellerei angeht, stehen in den nächsten Wochen allerlei Überarbeitungen an. Da ist der PERRY-RHODAN-Doppelband ebenso zu nennen wie Grünes Gold, der dritte Band der Schwertfeuer-Saga. Bei Silberflamme, dem vierten Phileasson-Band, befinden Bernhard Hennen und ich uns in der heißen Arbeitsphase, wo die fehlenden Szenen ergänzt werden und wir das gesamte Manuskript für das Lektorat fit machen.


Wenn ich dann wieder den Griffel über einer leeren Seite schwinge, wird es vermutlich um den fünften und sechsten Phileasson-Band gehen. Ein Titelbild für Schlangengrab, den fünften Band, existiert bereits, und es ist sicher das actionreichste bisher. Möglicherweise wird das auf die Geschichte abfärben.


Aber wer weiß, was die Buchmesse bringen wird? Ich erhoffe mir viel Inspiration – und Ihnen wünsche ich, dass Sie Bücher finden, die Sie begeistern.



Robert CorvusBernard Craw




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