Rabe_rechts

Gezeiten der Macht

Je härter der Fels,
desto stärker die Magie

Berg

Aktuelles

Es gibt Autorinnen und Autoren, die ein Sendungsbewusstsein erfüllt. Sie sind der Meinung, eine besondere Erkenntnis zu besitzen, die sie der Menschheit mitteilen wollen. Ihre Bücher sind Bekehrungsschriften, und solange die Verfasserinnen und Verfasser der ehrlichen Überzeugung sind, dass sie damit etwas Positives in den Diskurs einbringen, finde ich dieses Ansinnen edel.

Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe. Meine Geschichten sollen primär unterhalten. Die Leserinnen und Leser haben ein Anrecht darauf, ihren Alltag, ihre Sorgen für ein paar Stunden zu vergessen, wenn sie meine Bücher aufschlagen. Realitätsflucht? Vielleicht. Aber gegen eine Flucht haben im Allgemeinen nur Kerkerwächter etwas einzuwenden, wie Lyon Sprague de Camp treffend formulierte.

Dass ich keine Predigt unters Volk bringen will, bedeutet aber nicht, dass meine Geschichten intellektuelles Ödland sein müssen. Es kann auch das Gegenteil bedeuten: Dass ich meine Leserinnen und Leser so ernst nehme, dass ich ihnen eigene Gedanken und eigene Schlussfolgerungen zutraue. Eine Geschichte, besonders eine in einem fantastischen Setting, ist auch immer eine Laborsituation. Und da Romane von Menschen handeln, spiegeln sie auch immer unsere Wirklichkeit. Wir können uns und unser Leben mit dem Gelesenen vergleichen. Diese Einladung zu einem Vergleich, zur Reflexion, ist aber keine vorgefertigte Antwort. Sie hat viel mehr von einer Frage, die jede und jeder im Kontext der eigenen Lebensumstände individuell beantworten kann.

Aus dieser schriftstellerischen Haltung heraus ist es vielleicht verständlich, wieso mich Besprechungen wie diese von Letters and Life zu Ruinen der Macht besonders freuen.

Dies ist eine Geschichte von Macht und Magie.
Magie, die aus dem Stein geschlagen wird. Je härter der Fels, in den das Abbild geschlagen wird, desto fester der Zauber, der davon ausgeht.
Macht, die auch den Tod besiegt. Die Oberhäupter der Tiefen Häuser ziehen sich tief in den Berg zurück, in die Kavernen, wo die Kraft der Magie sie umgibt. Dort werden sie zu unsterblichen Geistern, die weiterhin die Geschicke ihrer Geschlechter lenken.
Imagolems – beseelte Steinmänner – bilden die Truppen, mit denen der Berg die Welt beherrscht. Schwer wie der Fels lastet seine Macht auf dem Land.
Wenn eine Säule zerschlagen wird, mag ein Gebäude einstürzen. Ebenso mag das Gefüge der Welt ins Wanken geraten, wenn man an den Fundamenten der Macht rührt.







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