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Epistula Corvi LXI


Liebe Leserinnen und Leser,


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unendliche Weiten ...

Die findet man nicht nur im Weltraum, sondern auch in der Literatur. Was ein Mensch denken kann, das kann er erzählen – aber eben nicht alles davon, denn dazu reicht keine noch so lange Lebenszeit aus. Für einen Schriftsteller gilt es also, auszuwählen, welchen Pfaden durch die Literaturlandschaft er folgen möchte. Manche sind breit und fest, andere überwuchert und fast vergessen, und einige wenige mag noch nie ein Fuß berührt haben. Man kann in Sackgassen geraten, aber hinter der nächsten Hügelkuppe mag auch das Ende des Regenbogens die Erde berühren. Es ist ein Abenteuer – wenn man sich darauf einlassen möchte.

Ich möchte das. Ich möchte Wege gehen, die ich noch nicht kenne, und freue mich auf die Wunder, die ich auf ihnen entdecken darf. Vielleicht werden sie steinig sein, vielleicht sanft, vielleicht wird die Sonne scheinen oder es wird regnen. Wahrscheinlich von allem etwas.

Dieser Aufbruch bedeutet auch, Bekanntes zu verlassen. Ein wenig wird davon in dieser Epistula Corvi zu lesen sein.



Was war


Der ausgesprochen engagierte Hirnkost-Verlag muss Insolvenz anmelden und gleitet damit in den Nebel der Vergangenheit. Das ist schade, und für die Science-Fiction können wir nur hoffen, dass zumindest einige der dortigen Projekte unter anderem Dach eine Zuflucht finden. Das Science-Fiction-Jahr ist eine wichtige Bestandsaufnahme, die Anthologien verhelfen gerade Anfängern, aber auch Meistern der kurzen Textformen zu einer Bühne. An dieser Stelle geht mein Dank an Klaus Farin und sein Team für den Beitrag, den Hirnkost geleistet hat!


Erfreulich ist die Veröffentlichung der ersten vier Vagabunden-Romane als Hörbuch, eingelesen von Martin Bross. Man erhält sie überall, wo es Hörbuch-Downloads gibt.


Wie geplant habe ich die MagicCon, den BuCon und den BrühlCon besucht. Erwartungsgemäß gab es in Bonn gute Verkäufe, in Dreieich angenehme Kontakte und in Brühl ein Wiedersehen mit den alten Hasen. Alles auf seine Art wertvoll – vielen Dank dafür!


In meinem Stream (und sogar in meinem Heim) hatte ich zwei Gäste: die Autorin Marlene von Hagen und die Bloggerin Michèle Seifert von Elchis World of Books and Crafts. Ich mache ja keine Interviews, sondern Talks – von denen ich denke, dass sie auch für Zuschauer vergnüglich anzuhören sind:

    


Was ist


perry_logo    

PERRY RHODAN ist ein Ehrfurcht gebietendes Projekt, ein Leuchtturm der Science-Fiction-Literatur, und ich freue mich, dazu einen Beitrag geleistet zu haben. Meine Zukunft sehe ich immer noch zwischen den Sternen, jedoch nicht mehr auf Perrys Kugelraumer. Ich glaube, meine schriftstellerischen Ziele besser erreichen zu können, wenn ich meinen Fokus auf andere Schaffensbereiche lege.

Mein Anspruch als Teamautor war immer, fachkundig in der aktuellen Handlung zu sein, was die wöchentliche Lektüre von Exposés und Manuskripten ebenso wie teaminterne Diskussionen einschloss. Die Energie, die ich dafür aufgewendet habe, möchte ich an anderer Stelle investieren, weswegen ich aus dem PERRY-RHODAN-Autorenteam austrete.

Zwei Heftromane, die ich für die Serie geschrieben habe, sind noch im Lektorat und werden, wenn ich richtig rechne, im April 2026 erscheinen. Voraussichtlich werden das die letzten Publikationen sein, auf deren Cover sowohl das RHODAN-Logo als auch mein Autorenname zu lesen sein werden.

Western_Praerie


Mein Teil des Westernprojekts, das ich gemeinsam mit Bernhard Hennen umsetze, ist in der Rohfassung fertig. Laut dem neuesten Telefonat wird der Kollege in diesen Tagen seinen Part angehen.

Es handelt sich um einen Heftroman, der planmäßig in gut 40 Wochen erscheinen wird. Von daher ist noch Zeit – aber was fertig ist, kann nicht mehr schiefgehen ...


Fertig ist eigentlich auch Grünes Gold in der Atlantis-Neufassung. Als eBook ist es ja bereits erschienen. Leider fließen die Informationen vom Verlag aber spärlich, und einige avisierte Veröffentlichungstermine für das Hardcover sind gekommen und gegangen. Deswegen traue ich mir keine Prognose zu ...


Eine Dark-Fantasy-Gespenstergeschichte, die ich schon vor einiger Zeit einem Verlag angeboten habe, wurde nun leider abgelehnt. Das bedeutet nicht zwingend, dass das Projekt beerdigt werden muss – schließlich gibt es weitere Verlage und auch die Option des Selfpublishing. Aber mich reizen auch andere Projekte – bis zur nächsten Epistula Corvi werde ich in dieser Hinsicht klarer sehen, denke ich.


Mit vier neuen Videos habe ich nach vielen Jahren meine Besprechungen zu den Gewinnerromanen (deutschsprachig) des Kurd-Laßwitz-Preises abgeschlossen. Es war eine vielfältige Reise durch die Science-Fiction aus viereinhalb Jahrzehnten, die ich 2018 begonnen habe. Die komplette Playlist findet man auf YouTube.

Was wird


Wie es mit den Vagabunden-Hörbüchern weitergeht, ist leider ungewiss. Ich hoffe natürlich, dass die zwölfteilige Serie komplett umgesetzt werden kann. Dazu müssen die Downloadzahlen noch ein wenig ansteigen, wozu Lübbe Audio dankenswerterweise einige Marketingaktivitäten plant. Also bitte die Daumen drücken – und falls Euch die vier bereits erschienenen Hörbücher gefallen haben, sagt es gern weiter!

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Was klar ist: Ich werde wieder Romane im Paperbackumfang schreiben. Vermutlich werde ich direkt zu Beginn des Jahres 2026 damit anfangen, auch wenn ich noch nicht entschieden habe, welche meiner Ideen zuerst Gestalt annehmen soll. Momentan genieße ich die Freiheit, die in dieser Ungewissheit liegt.


Viele von uns werden in diesen Tagen ihre Pläne für das heraufdämmernde Jahr machen. Ich hoffe, bei Euch beinhalten diese auch die ein oder andere Lektürestunde dann und wann. Wenn Ihr dabei zu einem meiner Werke greift, freut mich das besonders – aber zunächst wünsche ich Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!



Robert CorvusBernard Craw



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